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Karate und SV mit Fritz Nöpel
und Michael Hoffmann in Schifferstadt

Ca. 60 Karateka aus Rheinland-Pfalz, Hessen und
Baden-Württemberg fanden am 20. Februar den Weg nach
Schifferstadt, um bei der zwölften Auflage des
Breitensportauftaktes im RKV dabei zu sein. Viele Teilnehmer
sieht man jedes Jahr wieder – man nutzt den Lehrgang um
Weggefährten zu treffen und sich auszutauschen.
Als Referenten gaben, wie schon in den Jahren zuvor, der
Goju Ryu Pionier Fritz Nöpel, 9. Dan und
RKV-Stilrichtungsreferent Michael Hoffmann, 6. Dan, ihr
Können und Wissen weiter. Fritz Nöpel lehrt bei seinen
Lehrgängen ein authentisches Karate mit Bezug zur Realität,
also zur Selbstverteidigung. Michael vermittelte dagegen den
Teilnehmern eher eine sportliche Art und Weise das Karate
auszuführen. Als Thema standen die Kata Geksai Ichi und
Seisan nebst ihrer Bunkai-Ausführungen auf dem Programm.
Aber gerade darin liegt der Reiz dieses Lehrgangs.
In der ersten Einheit der Oberstufe war das Thema „Fehler
erkennen und korrigieren“. Fritz erläuterte die Wichtigkeit,
für den Trainer bzw. Lehrer, Fehler seiner Schüler zu
erkennen. Denn, jeder Schüler ist anders, dementsprechend
kann auch die Ausführung verschieden sein – nur die
einzelnen Prinzipien müssen stimmen. Dazu wurden Gruppen
gebildet, in denen ein Teilnehmer Techniken vormachte und
die anderen, eventuelle Fehler erkennen mussten.
Liegen keine körperlichen Einschränkungen vor, dann sollten
sich Zukis der verschiedenen Probanden nicht sehr
voneinander unterscheiden. Etwas ganz anderes ist es, wenn
verschiedene Karateka festgelegte Kumiteübungen
demonstrieren. Auch wenn alle die gleichen Techniken
einsetzen, muss jeder Einzelne seine Schritt- oder
Körperbewegungen individuell gestalten. In der Zwischenzeit
übte die Unter- bzw. Mittelstufe bei Michael zunächst
Einzeltechniken und Teilsequenzen der Kata Geksai Ichi,
bevor man zur kompletten Ausführung der Kata kam. Nach einer
kurzen Pause wurde dann gewechselt. Die Oberstufe trainierte
bei Michael die Kata Seisan. Auch hier stieg man über
Einzeltechniken und Teilsequenzen in die Kata ein, ehe man
zur kompletten Kata-Ausführung überging.
Die Unter- bzw. Mittelstufe wurde von Fritz in das Thema
Selbstverteidigung mit Techniken aus den Kata eingeführt.
Nach der Mittagspause, in der ausgiebig über das in den
ersten Einheiten erfahrene diskutiert wurde, konnte dann das
Erlernte in den letzten Einheiten vertieft werden. Michael
wiederholte in der Unter/Mittelstufe kurz die Kata Geksai
Ichi, bzw. bei der Oberstufe die Kata Seisan ehe er zur
Anwendung in die Bunkai überging.
Zum Ausklang des Tages fand wieder ein Mondo (Lehrgespräch)
statt. Hierbei spannte Fritz einen breiten Bogen über die
Entwicklung der Stile und des Karate im Allgemeinen, der
Beziehung China und Japan, der Mentalität der Japaner und
der Bedeutung der Tiere in den einzelnen Techniken/Stile.
Alle Teilnehmer konnten sich wieder über viel Neues für ihr
Training im eigenen Dojo freuen und man wird sich auch
wieder 2011 für ein Wiedersehen treffen.
Bernd Otterstätter Komm. RKV-Breitenportreferent |