Archiv | Suchseite | Sitemap | Impressum

Mitgliedermail

 

Webvisitenkarten   Magazin   Gästebuch   Forum   Links   Download

Home | Ebene zurück / Up | Präsidium | Termine | Vereine | Prüfungswesen | Landeskader | Jugend | Frauenkarate | Breitensport | Krokoyama-Cup

Bericht vom Lehrgang mit Patrick McCarthy in Haßloch  

Ebene zurück / Up
Bilder

 

Hanshi Patrick McCarthy bei seinem einzigen Deutschlandaufenthalt in Hassloch

Nachdem die Karateabteilung, beziehungsweise unser Sensei Bernd Otterstätter sich dazu entschloss einen Wechsel von dem bisher praktizierten Shotokan hin zum Koryu Uchinadi zu vollziehen, gelang es ihm „Gründungsvater“ Hanshi Patrick McCarthy für den einzigen deutschlandweiten Lehrgang des Jahres zu gewinnen. Dieser Einladung in ein neues Koryu Uchinadi Dojo ist Sensei McCarthy gerne gefolgt und kam vom 4. bis 5. Mai nach Hassloch, um sein endloses Wissen über Kampfkünste zu unterrichten. Leider hatte sich Hanshi McCarthy bei seinem Aufenthalt in England eine Krankheit zugezogen, was ihn jedoch nicht daran hinderte die aus ganz Deutschland angereisten Karateka in seinen Bann zu ziehen. Für mich war es der erste Lehrgang bei Hanshi McCarthy und meine Erwartungen an diesen Lehrgang wurden bei weitem übertroffen. Sein geballtes Wissen über die Geschichte der Kampfkünste, welches er in diversen theoretischen Einheiten des Lehrgangs unter Beweis stellte, begeisterte jeden Teilnehmer des Seminars (wie er diese Lehrgänge nennt).

Nach der Begrüßung am Samstag morgen folgte die erste theoretische Einheit des Tages, welche sich durch das ganze Seminar fortsetzten, in welcher grundlegende Bausteine der Kampfkünste erläutert wurden.. In dem darauf folgenden praktischen Teil des Seminars wurden diverse kleinere Drills geübt, welche auf „Entgegennehmen und Rückgeben“ der jeweiligen Aktion des Partners basierten. Hier war für einige Karatekas aus anderen verschiedenen Stilrichtungen/Systemen umdenken angesagt, da nun Infight-Situationen abseits von bereits gewohnten Bewegungsabläufen einzustudieren waren. Hierbei wurde klar, dass es sich im Karate nicht nur um Ashi Waza und Ude Waza handelt, sondern auch um Hebeltechniken, Würgetechniken und Wurftechniken. Dies verdeutlicht die von ihm erwähnte „Verschmelzung“ der Grenzlinien der verschiedenen Kampfkünste, da sich nämlich sämtliche Kampfkünste aufeinander beziehen.

Am Sonntag wurde dann eine Art des Uke-Waza-Drills einstudiert, auch bekannt als Quadrant-Drill. Dieser Drill stellt eine typische Infight-Situation dar, wie sie überall auf der Straße auftreten könnte. Hierbei wird schnelles Reaktionsvermögen gegen Angriffe wie „Schwinger“ und Low-Kicks geschult.

Während des Wochenendes graduierte ein Koryu Uchinadi Schüler zum Shodan Yudansha, welchem ich auf diesem Wege nochmals gratulieren möchte. Ebenfalls möchte ich auch noch einen Dank an Renshi Olaf Krey aussprechen, welcher dieses Seminar zusammen mit Hanshi McCarthy geleitet hat und für alle Fragen offen war.

Ich denke, dass nach diesem Lehrgang einigen klar wurde, dass Karate damals als reine Selbstverteidigung praktiziert wurde und der Kopf war durch den Lehrgang mit ausreichend vielen Beweisen hierzu gefüllt worden.

Ich hoffe, dass dies nicht der letzte RKV-Lehrgang mit Hanshi McCarthy war und sich solch ein Kampfkunsterlebnis in naher Zukunft wiederholen wird.

In diesem Sinne bleibt für mich nur noch eines zu sagen: domo arigato gozaimashita

Peter Wolff

© 2006 by RKV

Zuletzt aktualisiert am 25.05.2008 20:05 Uhr

Design by www.cmn-group.de