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LUKAS OTTERSTÄTTER IST DEUTSCHER
SCHÜLERMEISTER
PLATZ 5 IN DER LÄNDERWERTUNG FÜR DEN
RKV
Am
18.10.2008 entsandten die 16 DKV-Landesverbände ihren
Nachwuchs (11-14 Jahre) nach Kaiserslautern um dort die
Deutschen Meister der Altersklasse der 11-13-Jährigen zu
küren.
In der Barbarossahalle empfang das eingespielte Team des
Budokan Kaiserslautern um Landestrainer Marcus Gutzmer
und Sandra Werling die Gäste aus ganz
Deutschland in einem gut organisierten Umfeld und einer dem
Anlass optimal geschmückten Halle.
Für den RKV gingen insgesamt 33 Athleten und 3 Kata-Teams,
darunter 4 Bundeskaderathleten auf die nationale
Medaillenjagd, die erstmals separat ausgetragen wurden.
Wenn eines in Kaiserslautern deutlich wurde, dann dass die
international schon länger in der Disziplin Kata stärker
werdenden kleinen Stilrichtungen wie Shito-Ryu nun auch die
Wettkämpfe auf nationaler Ebene dominieren. Ja, selbst die
Bundesjungendtrainer Scharzad Mansouri und Sigi Hartl haben
diesen Trend wohl erkannt und schickten mit den Geschwistern
Fujiwara gleich zwei Starter mit Shito-Ryu Kata ins Rennen.
Bei den Mädchen sollten gleich zwei Medaillenhoffnungen des
RKVs an Yuri Fujiwara scheitern: In ihrem Pool A1 überzeugte
die Drittplatzierte des diesjährigen Shotokan-Cups Sophia
Graf vom KSV Trier in Runde 2 und 3 mit Jion und Empi,
bevor sie dann im kleinen Poolfinale mit ihrer starken Jion
eben auf die spätere Deutsche Meisterin aus Frankfurt traf.
Diese überzeugte die Kampfrichter mit ihrer Shito-Ryu
Bassai-Dai dann leider zu ungunsten von Sophia, die sich
somit mit der Option der Trostrunde zufrieden geben musste.
Im Pool A2 kämpfte schickte der Gastgeber mit Lena
Reinhardt eine Shito-Ryu Kämpferin ins Rennen, und mit
Bassai-Dai, Seienchin sowie Nipaipo überzeugte sie gegen die
Konkurrenz und sicherte sich den Einzug ins Halbfinale.
Trotz hervorragender Leistung ereilte sie dann dort das
gleiche Schicksal wie Sophia: Yuri Fujiwara, die ihrerseits
mit einer sehr starken Nipaipo Lena mit Kanku-Dai keine
Chance lies. Aber da gab es dann auch noch die Trostrunde;
jedoch mit nur einem Problem: nach einem Sieg im ersten
Trostrundenkampf traf Sophia nun auf Lena und
somit standen sich hier zwei RKV-Athletinnen gegenüber, aber
es gab nur eine Medaille! Sophia ging mit eine fehlerfreien
Chinte ins Rennen, doch vom Heimvorteil beflügelt setze sich
Lena Reinhardt mit ihrer Vorführung der
Shito-kata Nipaipo durch und sicherte sich und Heim- und
Landestrainer Marcus Gutzmer Bronze.
Weniger erfolgreich waren die die männlichen Einzelstarter
des RKV – darunter auch Shotokan-Cup-Sieger 2008 Marcel
Schmitt (Kenpokai Ludwigshafen) – die mit Ausnahme
von Nico Strauch (Budokan Kaiserslautern)
bereits in Runde 2 scheiterten.
Blieb noch die Hoffnung bei den Mannschaften Edelmetall zu
erringen. Der KC Wittlich und das KD
Mainz-Bretzenheim stellten je eins der insgesamt
20 Mädchen-Teams. Bereits in Runde 1 mussten sich die Mädels
aus Rheinhessen der KG Brandenburg geschlagen geben. In
Runde 2 unterlagen die Wittlicher Mädels mit
ihrer Darbietung der Shotokan-Jion gegen die Goju-Ryu Kata
Shisochin der späteren Deutschen Meisterinnen vom TSV
Binswangen. Mit einer guten Darbietung der Empi in der
Trostrunde erreichten Madelaine Streit,
Esther Krob und Julia Lamprich
schließlich den Kampf um Platz 3, bei dem sie – ebenso wie
die Konkurrenz - die Kata Bassai-Dai zeigten. Trotz einer
guten Vorführung der Kata überzeugte das Bunkai der
Kontrahentinnen aus Kempten die Kampfrichter mehr, sodass
sich die Wittlicherinnen letztlich mit Platz 5 zufrieden
geben mussten.
Erfolgreicher gestaltete sich es sich bei den Jungen: Der
KSV Trier ging mit Philipp Nathem
und Jan Hansen, unterstützt von Nico
Strauch (Budokan Kaiserslautern), gegen 15 weitere Teams
an den Start und überzeugte in ihrem Pool mit Jion, Empi und
wieder Jion, sodass am Abend dann das Finale gegen das Team
des DOKAN Berlin wartete. Die Final-Empi der Trierer war
nahezu fehlerfrei im Gegensatz zu Goju-Ryu Seipai der
Berliner, jedoch überzeugte das Bunkai der Hauptstädter dann
sowohl das Publikum, als auch die Kampfrichter. Trotzdem ist
es ein Vizemeistertitel mit einer Superleistung von
Philipp, Jan und Nico.
In der Mittagzeit überraschte der Veranstalter dann die
Zuschauer mit einer besonderen, kulinarischen Spezialität –
ein japanischer Koch bereitete frisches Sushi in
verschiedenen Variationen zu, von dem dann auch reichlich
Gebrauch gemacht wurde, bevor dann - gut gestärkt - die
Kumite-Wettkämpfe begeistert weiter unterstützt wurden.
Im Kumite sollte es dann der Tag der Familie
Otterstätter werden: Begleitet und gecoacht von Vater
Bernd (RKV-Sportreferent) und Mutter Elke (RKV-Breitensportreferentin)
gingen Bundeskaderathlet Lukas (-55kg) und sein
Bruder Jannik (-50kg) auf die Tatamis.
Lukas Otterstätter (1.JJJKC Hassloch)
marschierte gerade zu bis ins Finale durch und der
13-jährige ließ keinen Zweifel daran, sich an diesem Tag bis
auf das oberste Treppchen durch zu kämpfen. Sein jüngerer
Bruder Jannik zeigte ebenfalls sehr gute Leistungen
in seinem Pool und so verwunderte es kaum, dass auch er
plötzlich um den Einzug ins Finale kämpfen sollte. Der
11-jährige aus Hassloch zeigte sich aber auch dort
routiniert gelassen und trotzdem mit dem nötigen Biss, um
den Kontrahenten und Schützling von Köksal Cakir den Einzug
ins Finale zu verwehren und auf die Plätze zu verweisen. Mit
dem Schlussgong war die Beigeisterung der Eltern mindestens
genauso groß wie die der Finalisten: Mindestens zweimal
Silber war den Pfälzern somit sicher.
Ebenfalls bis -50kg startete Lukas Siebel (KSV
Wirges) und auch er kämpfte sich solide durch seinen Pool.
Lediglich im Poolfinale musste er sich dem späteren
Finalgegner von Jannik geschlagen geben, erkämpfte sich aber
dennoch in der Trostrunde einen guten Dritten Platz. Bei den
‚schweren Jungs’ +55kg erreichte Rene Schomer
vom KC Puderbach nach einer Niederlage gegen den späteren
Deutschen Meister in Runde 3 über die Trostrunde einen
ebenfalls soliden 3.Platz und damit Bronze.
Im Finale am Abend standen dann Lukas und Jannik
Otterstätter zeitgleich auf den Tatamis. Mit routinierten
Bewegungen und Techniken gegen den Leipziger Tim Händel ging
Lukas ins Finale und zeigte dem Gegner gleich wo’s lang
geht. Mit 4:1 sicherte er sich seinen ersten Deutsche
Meistertitel. Seinem Bruder Jannik hingegen stand ein
schwerer Kampf bevor, denn der Gegner Tohan Öztürk aus
Berlin ging stellenweise wenig kontrolliert vor, sodass
einige Bestrafungen vergeben werden mussten, Jannik aber
auch einiges einstecken musste. Wenn gleich auch sein Bruder
auf der anderen Kampffläche siegreich blieb, unterlag Jannik
schließlich denkbar knapp mit 5:6 – aber Silber
ist doch auch etwas!!
Schließlich kann der 10-jährige noch in den nächsten 3
Jahren in dieser Altersklasse starten und wird sicherlich
noch – wie sein Bruder - für einige Erfolgsmeldungen sorgen.
Im Vorfeld der Finals dankte der Vize-Präsident des DKV
Wolfgang Weigert und DKV-Schatzmeister Egbert Bogdan dem
Ausrichter Marcus Gutzmer und seinem Team vom Budokan
Kaiserslautern für den reibungslosen Ablauf der
Meisterschaften.
Hier nochmals die Ergebnisse aus Sicht des RKV:
| 1.Platz |
Kumite Jungen -55kg |
Lukas Otterstätter (1.JJJKC
Hassloch) |
| 2.Platz |
Kumite Jungen -50kg |
Jannik Otterstätter
(1.JJJKC Hassloch) |
| |
Kata Team Jungen |
KSV Trier (Philipp
Nathem, Jan Hansen, Nico Strauch) |
| 3.Platz |
Kata Einzel Mädchen |
Lena Reinhardt (Budokan
Kaiserslautern) |
| |
Kumite Jungen -50kg |
Lukas Siebel (KSV
Wirges) |
| |
Kumite Jungen +55kg |
Rene Schomer (KC
Puderbach) |
| 5.Platz |
Kata Einzel Mädchen |
Sophia Graf (KSV
Trier) |
| |
Kata Team Mädchen |
KC Wittlich (Madelaine
Streit, Esther Krob, Julia Lamprich) |
| 7.Platz |
Kumite Mädchen -50kg |
Michelle Vroomen (KSV
Wirges) |
| |
Kumite Mädchen -50kg |
Hannah-Lea Stein
(KC Puderbach) |
| |
Kumite Mädchen +50kg |
Esra Özcan (KC
Puderbach) |
Herzlichen Glückwunsch!
Volker Bernardy RKV-Pressereferent |