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Bericht von den Austrian Open 2008  

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2 Vizetitel für RKV-Athleten in Österreich
Anjela Tazidinova und Ilja Smorguner bei den Austrian Open erfolgreich

Bei den Austrian-Open in Salzburg (Österreich) – einem der GOLDEN LEAGUE Turniere – gingen mit Lisa Martin, Ilja Smorguner und Anjela Tazidinova gleich 3 Athleten aus dem RKV an den Start.

Im Kata-Shiai konnte Lisa Martin vom Budokan Kaiserslautern ihre erste Gegnerin aus Frankreich klar bezwingen, unterlag darauf aber einer Engländerin und konnte sich an diesem Tage nicht platzieren.

Vereinskamerad Ilja Smorguner konnte bei den Herren Runde für Runde gewinnen und stand nach fünf Siegen im Finale gegen den ehemaligen Junioren Weltmeister Luca Brancaleon aus Italien gegenüber. Das Finale unterlag Ilja mit der Shitokai Kata Kosokun-dai gegen Matsumura no Bassai des Italieners und holte zur Freude von Heim- und Landestrainer Marcus Gutzmer das erste Edelmetall.

In der Kategorie KUMITE konnte die 21-jährige Bundeskaderathletin Anjela Tazidinova (KSV Trier) ihre internationale Klasse erneut unter Beweis stellen.

In den Vor- und Zwischenrunden dominierte der Schützling von Heimtrainer Thomas München ihre Konkurrenz in ihrer Parade-Disziplin Kumite -60kg. Erst im Finale musste sie die einzige Niederlage an diesem Turniertag hinnehmen und unterlag der Kroatin Ana Lenard (Nationalteam Kroatien) knapp mit 1:2 Punkten.

Insgesamt 32 Damen – aufgeteilt auf 2 Pools - gingen in der Kategorie Kumite-Damen -60kg an den Start um den Titel der Austrian Open und die damit verbundene Siegprämie in Höhe von 500 Euro zu gewinnen. Dementsprechend hochrangig bestückt waren die Starterreihen, gespickt mit Nationalkämpferinnen aus zahlreichen europäischen Ländern.

Die Auftaktbegegnung im Pool 1 gegen Katarina Strika (Nationalteam Serbien) konnte Anjela mit 3:0 Punkten ebenso klar für sich entscheiden wie die Folgebegegnung (2:0) gegen Teja Savor (Nationalteam Slovenien). Im Anschluss musste Anjela gegen die großgewachsene kroatische Nationalkämpferin Ivana Goricaj antreten, zeigte aber Nervenstärke und entschied die Begegnung mit 1:0 für sich. Im entscheidenden Kampf um den Einzug ins Finale stand sie nun Fruzsina Lassingleitner (Nationalteam Ungarn) gegenüber. Beide schenkten sich nichts und so stand es nach der regulären Kampfzeit 1:1. Die Entscheidung musste somit also im Encho-Sen (Verlängerung) fallen. Auch hier zeigte Anjela erneut Nervenstärke und konterte den Angriff der Ungarin mit einem Hammermäßigen Gyaku-Zuki und stand somit hoch verdient im Finale.

Dort traf sie erneut auf eine kroatische Nationalkämpferin. Ana Lenard sollte sich im Kampfverlauf als unangenehme Gegnerin erweisen und ging mit 1:0 in Führung, Anjela konnte aber sofort ausgleichen. Obwohl Anjela eigentlich den Kampf ab diesem Zeitpunkt bestimmte und stetig den Druck auf ihre Gegnerin aufrecht erhielt gelang der Kroatin 10 Sekunden vor dem Kampfende die 2:1 Führung. Da das zeitraubende mehrfache Klammern und Abducken der Kroatin während der gesamten Kampfzeit seitens der verantwortlichen Kampfrichter leider nicht unterbunden wurde, hatte Anjela am Ende leider keine verbleibende Kampfzeit mehr zur Verfügung, um das Blatt noch einmal zu ihren Gunsten zu wenden.

Dennoch freute sich die Siegerin der Austrian Open 2006 sichtlich über den diesjährigen 2.Platz, denn das Tagesziel „Podestplatz“ war erfüllt und gleichzeitig konnte sie wieder wertvolle internationale Kampferfahrungen sammeln.

Marcus Gutzmer (RKV Kata-Landestrainer)
Thomas München (KSV Trier)
Volker Bernardy (RKV-Pressereferent)

© 2006 by RKV

Zuletzt aktualisiert am 20.10.2008 20:19 Uhr

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