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2 Vizetitel für RKV-Athleten
in Österreich
Anjela Tazidinova und Ilja Smorguner bei den Austrian
Open erfolgreich
Bei
den Austrian-Open in Salzburg (Österreich) – einem
der GOLDEN LEAGUE Turniere – gingen mit Lisa
Martin, Ilja Smorguner und Anjela
Tazidinova gleich 3 Athleten aus dem RKV an den
Start.
Im Kata-Shiai konnte Lisa Martin vom Budokan
Kaiserslautern ihre erste Gegnerin aus Frankreich klar
bezwingen, unterlag darauf aber einer Engländerin und konnte
sich an diesem Tage nicht platzieren.
Vereinskamerad Ilja Smorguner konnte bei den
Herren Runde für Runde gewinnen und stand nach fünf Siegen
im Finale gegen den ehemaligen Junioren Weltmeister Luca
Brancaleon aus Italien gegenüber. Das Finale unterlag Ilja
mit der Shitokai Kata Kosokun-dai gegen Matsumura no Bassai
des Italieners und holte zur Freude von Heim- und
Landestrainer Marcus Gutzmer das erste
Edelmetall.
In der Kategorie KUMITE konnte die 21-jährige
Bundeskaderathletin Anjela Tazidinova (KSV
Trier) ihre internationale Klasse erneut unter Beweis
stellen.
In den Vor- und Zwischenrunden dominierte der Schützling von
Heimtrainer Thomas München ihre Konkurrenz in
ihrer Parade-Disziplin Kumite -60kg. Erst im Finale musste
sie die einzige Niederlage an diesem Turniertag hinnehmen
und unterlag der Kroatin Ana Lenard (Nationalteam Kroatien)
knapp mit 1:2 Punkten.
Insgesamt 32 Damen – aufgeteilt auf 2 Pools - gingen in der
Kategorie Kumite-Damen -60kg an den Start um den Titel der
Austrian Open und die damit verbundene Siegprämie in Höhe
von 500 Euro zu gewinnen. Dementsprechend hochrangig
bestückt waren die Starterreihen, gespickt mit
Nationalkämpferinnen aus zahlreichen europäischen Ländern.
Die Auftaktbegegnung im Pool 1 gegen Katarina Strika
(Nationalteam Serbien) konnte Anjela mit 3:0 Punkten ebenso
klar für sich entscheiden wie die Folgebegegnung (2:0) gegen
Teja Savor (Nationalteam Slovenien). Im Anschluss musste
Anjela gegen die großgewachsene kroatische Nationalkämpferin
Ivana Goricaj antreten, zeigte aber Nervenstärke und
entschied die Begegnung mit 1:0 für sich. Im entscheidenden
Kampf um den Einzug ins Finale stand sie nun Fruzsina
Lassingleitner (Nationalteam Ungarn) gegenüber. Beide
schenkten sich nichts und so stand es nach der regulären
Kampfzeit 1:1. Die Entscheidung musste somit also im
Encho-Sen (Verlängerung) fallen. Auch hier zeigte Anjela
erneut Nervenstärke und konterte den Angriff der Ungarin mit
einem Hammermäßigen Gyaku-Zuki und stand somit hoch verdient
im Finale.
Dort traf sie erneut auf eine kroatische Nationalkämpferin.
Ana Lenard sollte sich im Kampfverlauf als unangenehme
Gegnerin erweisen und ging mit 1:0 in Führung, Anjela konnte
aber sofort ausgleichen. Obwohl Anjela eigentlich den Kampf
ab diesem Zeitpunkt bestimmte und stetig den Druck auf ihre
Gegnerin aufrecht erhielt gelang der Kroatin 10 Sekunden vor
dem Kampfende die 2:1 Führung. Da das zeitraubende mehrfache
Klammern und Abducken der Kroatin während der gesamten
Kampfzeit seitens der verantwortlichen Kampfrichter leider
nicht unterbunden wurde, hatte Anjela am Ende leider keine
verbleibende Kampfzeit mehr zur Verfügung, um das Blatt noch
einmal zu ihren Gunsten zu wenden.
Dennoch freute sich die Siegerin der Austrian Open 2006
sichtlich über den diesjährigen 2.Platz, denn das Tagesziel
„Podestplatz“ war erfüllt und gleichzeitig konnte sie wieder
wertvolle internationale Kampferfahrungen sammeln.
Marcus Gutzmer (RKV Kata-Landestrainer)
Thomas München (KSV Trier)
Volker Bernardy (RKV-Pressereferent) |