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Shotokan-Schmiede Anhausen
mit Franz Bork im 4. Trainingsjahr

Anfang 2003 setzten Franz Bork und Karsten Jenner (SG
Anhausen) ihre Vision eines frei zugänglichen
dojoübergreifenden Oberstufentrainings im nördlichen
Rheinland-Pfalz in die Tat um: Die Shotokan-Schmiede startete
mit regelmäßigem Sonntagstraining in Anhausen. Ein Angebot,
das zunächst nur von einigen Insidern der engeren Region zur
Prüfungsvorbereitung genutzt wurde, entwickelte sich schnell
zu einem landesverbandsübergreifenden Erfolgsmodell. Heute
reicht das Einzugsgebiet der Shotokan-Schmiede von der
nördlichen Eifel bis ins Rhein-Main-Gebiet. Sonntag für
Sonntag machen sich Karateka im Alter von 17 bis über 60
Jahren auf den Weg nach Anhausen. Die Graduierungen der
Stammgruppe reichen vom 4. Kyu bis zum 4. Dan.
Im
Rahmen eines Trainingsbesuchs lassen sich die Erfolgsfaktoren
der Schmiede schnell ausmachen: Franz Bork legt dem Training
einen ganzheitlichen Ansatz zu Grunde. Kihon, Kumite und Kata
werden integriert und aufeinander bezogen vermittelt. Den
Trainierenden wird somit Sinn und Zweck der geforderten
Motorik unmittelbar klar. Wesentliche Grundprinzipien des
Karate wie Ganzkörperspannung, Ganzkörperbewegung und
Konzentration auf den Punkt stehen im Zentrum des Trainings
und ermöglichen den Trainierenden die Entwicklung präziser,
effektiver Techniken. Dabei legt Franz besonderen Wert auf ein
biomechanisch unbedenkliches, gesundes Training. - Eine
Grundvoraussetzung um Karate als lebensbegleitende Kampfkunst
zu betreiben.
Auch die Diskussion über Trainingsinhalte kommt in der
Shotokan-Schmiede nicht zu kurz. Es liegt in der Natur der
Sache, dass Trainierende aus verschiedenen Dojos und
Landesverbänden eine Vielzahl individueller Trainingsziele und
Ausführungsvarianten in das Training einbringen. Dies wird in
der Shotokan-Schmiede nicht etwa egalisiert sondern zur
konstruktiven Auseinandersetzung mit den eigenen Techniken und
denen der Trainingspartner genutzt. Franz gibt dabei wo nötig
Hilfestellung, damit die Orientierung an den Grundprinzipien
des Shotokan gelingt.
In
der Summe bietet das Trainingsangebot der Shotokan-Schmiede
den Trainierenden vielfältige Anregungen, ihren individuellen
Weg im Karate zu finden und konsequent zu gehen. Dies setzt
eine langfristige, regelmäßige Trainingsteilnahme voraus.
Möglicherweise muss dabei zu Hause der eine oder andere
Konflikt wegen sonntagmittäglicher Abwesenheit bewältigt
werden. Aber jede Mühe findet ihren Lohn: Qualität und Zahl
der jährlich absolvierten Braun- und Schwarzgurtprüfungen
sprechen eine deutliche Sprache.
Viele Trainierende in den Reihen der Shotokan-Schmiede opfern
viel Zeit als Übungsleiter in den Trainingsgruppen ihrer
Heimatdojos und haben es schwer, sich selbst im Karate weiter
zu entwickeln. Mit der gezielten Förderung dieses
Teilnehmerkreises übernimmt die Shotokan-Schmiede eine
wichtige Aufgabe auch für den Landesverband. Gäste sind stets
willkommen. Um dem Training jederzeit folgen zu können, ist
eine Graduierung ab 3. Kyu hilfreich. Trainiert wird sonntags
von 11.30 Uhr bis 13.00 Uhr in der Sporthalle in Anhausen
(Info unter 02608/588). Die Teilnahme ist kostenfrei - wie
üblich, auf eigene Gefahr.
Andreas Balmert, SKD-Montabaur
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