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Bericht vom RKV-Prüferlehrgang 2005 in Wittlich  

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1.Prüferlehrgang 2005 in Wittlich

 

Der Rheinland-Pfälzische Karate Verband führt nunmehr im zweiten Jahr, auch in der nord-westlichen Ecke von Rheinland-Pfalz, einen Prüferlehrgang durch. Mit dem langjährigen festen Termin des RKV-Tages im September in Schifferstadt, haben die Prüfer nunmehr zwei mal die Möglichkeit, einen Prüferlehrgang innerhalb eines Jahres zu besuchen.

Klaus Bleser, der Prüferreferent des Rheinland-Pfälzischen Karate Verbandes, zeichnet für die Durchführung dieser Aus- und Weiterbildung verantwortlich. So hatte er auch dieses mal wieder einen Lehrgangsplan vorbereitet, der mit einem theoretischen Teil begann. Obligatorisch ist hier, dass die Verfahrens- und Prüfungsordnung Bestandteil sind. Durch eine Power-Point Präsentation, die durch ansprechende Graphiken gewürzt war, konnten die Prüfer und Prüferanwärter diesen, ansonst trockenen Lehrgangspart gut überstehen.

In der Einleitung motivierte Bleser die Teilnehmer, ihre Erwartungen an diesen Lehrgang zu diskutieren. Bleser legte anschließend dar, dass es nicht in seinem Sinne ist, als Prüferreferent ‚Ausbildung’ zu machen. Diese ‚Ausbildung’ ist allein durch den Karate-Weg, und die damit verbundenen abgelegten Prüfungen erfolgt,  ihm geht es vielmehr darum, dass die Prüfer bei den Lehrgängen, ihre Erfahrungen und Kenntnisse austauschen und seinerseits, falls vorhanden Neuerungen, z.B. in der Verfahrensordnung weiter gegeben werden. Abgeschlossen wurde die erste Theorie mit einer Darstellung des Zusammenwirkens von Technik, Timing und Kime in den Kata- bzw. den Kihon-Kombinationen.

Man war einhellig der Meinung, dass zumindest das Timing einzig und allein durch das Bunkai, also den Sinn der Techniken geprägt wird. In der ersten Trainingseinheit trainiert Bleser mit den Lehrgangsteilnehmern Einzelsegmente der Kata Heian Godan, die abschnittweise zur Gesamtkata zusammengestellt wurden. Bemerkenswert war die Flexibilität der Teilnehmer, die wegen der extrem kalten Halle, kurzerhand das Aufwärmtraining im gut beheizten Vorraum absolvierten.

Nach der gemeinsamen ‚chinesischen’ Mittagspause folgte der zweite theoretische Lehrgangsteil. Zum Beginn wurden Gedankensplitter zum Sinn von Gürtelprüfungen vorgetragen und angeregt diskutiert. Beeindruckend war auch die Auflistung der Zielgruppe, mit der es Prüfer und natürlich auch Trainer zu tun haben. Unabhängig hiervon wurde deutlich, das derjenige, der Karate betreibt um Gürtelprüfungen abzulegen, Karate nicht begriffen hat.

Auf der Grundlage der Kata-Tafel Heian Godan mussten anschließend 5er Gruppen Timinggrundlagen dieser Kata in Bunkai Techniken umsetzen. Mit der Vorgabe der Kreativität keine Grenzen zu setzen, haben alle Gruppen diese Aufgabe vorbildlich gelöst. Die Ergebnisse dieser Ausarbeitungen wurden anschließend im zweiten praktischen Teil vorgetragen und angeregt diskutiert. Eine abschließende Bewertungsrunde, bei der die Prüfer die Aufgabe hatten, diese Kata getrennt nach Technik, Timing und Kime zu bewerten rundete den Lehrgang ab.

Bleser war mit der Motivation und der aktiven Teilnahme aller Lehrgangsteilnehmer hoch zufrieden und hofft, dass durch diese Stunden des gemeinsamen Arbeitens einige Anregungen für die Tätigkeit der Prüfer gegeben wurden.
 

© 2006 by RKV

Zuletzt aktualisiert am 09.02.2008 20:03 Uhr

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