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Bericht vom Stilrichtungslehrgang Shotokan in Cochem  

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Bilder

 

Shotokan-Stilrichtungslehrgang im Zeichen der (Cochemer) Burg

Fast schon traditionell luden am 10.09.05 das Karate Dojo Cochem und die Stilrichtung Shotokan zum Lehrgang unter der Leitung des Bundesstilrichtungsreferent Gunar Weichert (5.Dan) in die Moselstadt ein und wie im vergangenen Jahr sollten die Prinzipien der Stilrichtung Shotokan für alle Teilnehmer vertieft werden. Umbauarbeiten am Samstagmorgen zwangen den Ausrichter kurzfristig die erste Einheit in die benachbarte Realschule zu verlegen, die aber - dank eine spitzenmäßigen und grafisch einwandfreien Darstellung von Klaus Bleser - von jedem der rund 100 Teilnehmer mehr oder weniger problemlos gefunden wurde.

Zum Schwerpunkt dieses Lehrgangs wählte Gunar Weichert die Vorstellung des neuen Shotokan-Prüfungsprogrammes für Kinder bis 14 Jahre. Mit einem intensiven Aufwärmprogramm beginnend legte Gunar den Teilnehmern aller Trainingsgruppen das nach 2 Jahren intensiver Bearbeitungszeit nun zu Papier gebrachte Konzept vor. In der Oberstufeneinheit, die auch von vielen Prüfern besucht wurde, stelle er nochmals klar, dass ab sofort kann wahlweise nach der bisherigen, bestehenden oder aber nach dieser neuen Prüfungsordnung für Kinder geprüft werden könne. Der Prüfungsumfang gliedert sich in die Anteile Kihon, Kumite, Kata und Fitnessübungen.

Wer Gunar kennt weiß, dass er gerade die Fitnessübungen gerne mal mit ins Training einbaut und so jeden – wie auch bei diesem Event - in den roten Drehzahlbereich bringen kann. In jedem Teil des Prüfungs- und auch des hier gebotenen Trainingsprogramms wurden aufeinander aufbauende Schwerpunkte gesetzt:

Im Kihon lag der Schwerpunkt auf den Grundformen der einzelnen Techniken wobei hier sichere Stände, korrekte Ausholbewegungen sowie korrekte Endstellungen in den Techniken im Vordergrund standen. Aufbauend auf die Grundtechniken steigert sich der Anteil der Kombinationen zu höheren Kyu-Graden.

Der Prüfungsteil Kumite gliederte sich in reine Distanzübungen und einfache Partnerübungen in Angriff- und Kontertechnik. In der Distanzübung soll der Prüfling zeigen, dass er die später in Angriff und Konter geforderten Techniken beherrscht und am Partner kontrollieren kann. Gerade diesen Teil lies Gunar hier erarbeiten, was neben Schweiß auch viel Spaß mit sich brachte. Die Anforderungen dieses Teils steigen im neuen Kinder-Prüfungsprogramm von einfachen Techniken im Stand über Techniken mit Schrittbewegungen bis hin zu Yori-Ashi-Bewegungen. Im Kumite sind dann die zuvor gezeigten Distanzübungen mit einem abwehrenden und konternden Partner zu zeigen.

In der Kata zeigt der Prüfling die im Kihon erlernten Techniken, wobei hier die richtige Technikabfolge und Ausführung, Bewegungsfluss (Rhythmus) vor Kraft zu zeigen sind.

Im Bunkai soll der Prüfling ein Verständnis von den in der Kata gezeigten Techniken und sinnvollen Anwendungen zeigen können.

Der Anteil der Fitnessübungen ist in die Hauptbeanspruchungsformen Koordination, Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer sowie Beweglichkeit untergliedert. Die in der neuen Prüfungsordnung aufgeführte Liste an Fitnessübungen stellt eine Auswahl dar. Von den im Programm aufgeführten und am Lehrgangstag trainierten Übungen sollten in der Prüfung 2 bis 4 Übungen gezeigt werden, so Gunar in seinen Ausführungen.

Aber es wäre kein Lehrgang mit Gunar gewesen, wenn nicht auch systematisch eine Kata aufgebaut worden wäre. Dieses Mal war es in der Oberstufe die Kata Sochin, die nicht nur vom Ablauf her, sondern vor allem im Bunkai mit einem bzw. mehreren Partnern geübt wurde, was dem Teilnehmerkreis sichtlich Spaß bereitete, Die Teilnehmer aller Leistungsgruppen kamen auf Ihre Kosten und natürlich auch ins Schwitzen; da waren die kalten Duschen eine wahre Belohnung!

Der RKV wird auch weiterhin Stilrichtungs- und Breitensportlehrgänge unterstützen. Interessierte Dojos können sich diesbezüglich an das Präsidium und die jeweiligen Referenten wenden.

Volker Bernardy
RKV-Pressereferent

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Zuletzt aktualisiert am 09.02.2008 20:03 Uhr

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