Archiv | Suchseite | Sitemap | Impressum

Mitgliedermail

 

Webvisitenkarten   Magazin   Gästebuch   Forum   Links   Download

Home | Präsidium | Termine | Vereine | Prüfungswesen | Landeskader | Jugend | Frauenkarate | Breitensport | Krokoyama-Cup

Bericht vom Lehrgang mit Michael Hoffmann und Pino Arcieri in Anhausen  

Ebene zurück / Up

 

Hochkarätiges Karate  mit Michael Hoffmann und Pino Arcieri in Anhausen

Hervorragendes Karate wurde den Karateka im Norden von Rheinland-Pfalz geboten, als das Dojo Anhausen, mittlerweile auch als „Shotokan-Schmiede“ bekannt, einen Lehrgang mit Workshops anbot.

Mitten im Winter, am 26.und 27. Februar konnten die Interessierten in die Vielfalt von Karate eintauchen. Pino Acieri sollte Kata anbieten, Michael Hoffmann war laut Ausschreibung für Kumite gebucht und Franz Bork sollte den Kihon Teil  übernehmen, laut Ausschreibung! Aber es kam anders!

Der Ausrichter denkt, der Virus lenkt!

Franz Bork musste nicht leicht verschnupft das Handtuch werfen, sondern eine ausgewachsene Grippe zwang ihn in die Horizontale; allerdings erst, nachdem er einigen Ungläubigen der Oberstufe bewiesen hatte, dass er durchaus in der Lage ist, sehr qualifiziert Kumite-Training  zu halten. Denn diese hatten ihn bisher als reinen Kihon-Spezialisten angesehen und das wollte er nicht auf sich sitzen lassen. ‚Direkter Konter’ war sein Thema, später ausgebaut mit energiesparenden Ausweichen und vielen  Hinweisen man habe Zeit und solle diese sinnvoll nutzen.

Pino Arcieri brachte der Oberstufe die Kata Jinte bei. Südländisches Temperament gepaart mit Witz und Können hielten alle trainierenden bei der Stange. Eindrucksvoll waren Pinos Demonstrationen an Martin Hartung, der wirklich eine Eintrittsermäßigung verdient gehabt hätte! Hier wurde klar demonstriert, dass Kata nicht Karate – Ballett ist, sondern chiffrierte Selbstverteidigung in Reinform!

Auch bei Michael Hoffmann musste Martin Hartung wieder herhalten, die Ura-Mawashi-Geris und andere Fußtechniken flogen nur so um seinen Kopf. Der Rest der Trainierenden hatte doch großenteils eher Mühe sofort in die Jodan Gegend zu punkten. Auch das seitliche Ausweichen mit Suri-Ashi und Fußwechsel stellte viele Teilnehmer vor das eine oder andere Koordinatorische  Problem. Mit fortschreitendem Training wurde wieder einmal klar, wo es überall noch hakt und wie viel man noch trainieren kann! 

Workshops

Auf denn! Eine interessante Möglichkeit die Trainer von der eher theoretischen Seite zu erleben waren die Workshops, die parallel zum Unterstufen-Training des jeweils anderen Trainers liefen.

Michael Hoffmann, Goju-Ryu-Karateka, bot den Anwesenden, meist Shotokan-Anhängern, Einblicke in die im Gojo-Ryu praktizierten Kumite-Formen. Höhepunkt einer langen Vorarbeit war hierbei das Dojo-Kumite, bei dem über drei Minuten ohne Yame oder Schiedsrichter gekämpft wird und auch solche Techniken zugelassen sind, die im Wettkampf nicht unbedingt empfehlenswert sind. Michael wies darauf hin, dass nur genaue Kenntnis der Schülergruppe und langes Vortraining Dojo-Kumite ermöglichen. Andernfalls drohen Frustration und Verletzungen.

Pino Arcieri ging sofort in einen Dialog mit den Anwesenden und tauschte sich aus über Kindertraining, Methoden und Rückschläge sowie deren mögliche Gründe. Klar wurde, dass in einem Verein von allen Trainern die gleiche Strategie gefahren werden muss. Pino berichtete von seiner Vorgehensweise: Klare Anweisungen, ganz kleinschrittiges Vorgehen und Grenzsetzungen zeigen den Kindern wo es lang gehen soll. In ganz kurzen Abständen werden die Kinder durch „ Miniwettkämpfe“ untereinander in ihrem Fortkommen bestätigt und motiviert. Pino bot an, auch im kühlen Norden unseres Landes ein Trainer-Training anzubieten, für das für 2006 sofort von mehreren Anwesenden lebhaftes Interesse bekundet wurde.

Ein leider von nur wenigen genutzter weiterer Höhepunkt war der super organisierte Abend. Ein kostenloses warmes Sportlerabendessen mit Nudeln, Salat und zwei verschiedenen Saucen füllten die Mägen, die schon mittags am reichhaltigen Buffet nicht hungern mussten. Im Anschluss daran konnten die Zuschauer entweder am Tresen oder aber an Tischen Platz nehmen um geladenen Gästen ( Kickboxen, Jiu-Jitsu, Bodenturnen) oder Lehrgangsteilnehmern (Dojo Niederahr u.a. mit  Team Kata Empi und Bunkai) bei ihren eindrucksvollen Vorführungen zuzusehen. Die brennende Frage der mit 7 Jahren jüngsten Lehrgangsteilnehmerin, wer denn wohl den Pokal bekäme, wurde von der Jury eindeutig entschieden.

Susanne Thome
SKD Montabaur

© 2006 by RKV

Zuletzt aktualisiert am 09.02.2008 20:03 Uhr

Design by www.cmn-group.de