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 Kinder- und Schüler-Katalehrgang in Rülzheim   

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4. Kinder- und Schüler-Katalehrgang mit LT Pino Arcieri in Rülzheim

Fast sind sie schon zu einer Tradition geworden, die Kinder- und Schüler-Katalehrgänge mit LT Pino Arcieri. Sie erfreuen sich immer stärker werdendem Zulauf von Teilnehmern und interessierten Trainern. Dies mag daran liegen, dass es hier die Möglichkeit gibt, hautnah mit dem Kata-Kader zu trainieren und sich von den exakt ausgeführten Techniken beeindrucken zu lassen.

Ziel dieser Lehrgänge ist, man kann es nicht anderes sagen, in erster Linie die Sichtung neuer Athleten für den Kata-Landeskader des RKV. Es sollten aber nicht nur Sportler entsandt werden, die nach Ansicht ihrer Trainer eine Chance haben, in den Kader aufgenommen zu werden, denn für jeden ist solch ein Lehrgang ein Erlebnis und vielleicht sogar eine unerhoffte Chance, entdeckt zu werden. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es nicht immer für jeden Athleten möglich ist, quer durch Rheinland-Pfalz zu einem solchen Lehrgang zu fahren. Daher wird versucht, Ausrichter möglicht im Wechsel aus den einzelnen Regionen unseres Landes zu wählen. Drei feste Größen hierbei sind die Einzugsgebiete um Germersheim, Trier und Mayen. Neue können gern etabliert werden!

Generell hat jeder Verein die Möglichkeit, einen solchen Lehrgang auszurichten. Es entstehen hierbei von Seiten des Verbandes und des Trainers keinerlei Kosten für den Ausrichter. Lediglich eine angemessene Trainingsstätte für ca. 50 – 80 Sportler und die zur Durchführung benötigte „Manpower“ (natürlich sind auch Frauen gern gesehen!) steht in der Organisationverantwortung des Ausrichters. Für alle weiteren Fragen ist der Jugendvorstand des RKV der richtige Ansprechpartner.

Der 4. Kinder- und Schüler Lehrgang wurde durch den Zanshin Karate-Dojo (ZKD) Rülzheim e.V. ausgerichtet. Teilgenommen haben dieses Mal 51 Sportler aus 7 Vereinen, die sich und ihr Können am 10. Juli 2004 unter den aufmerksamen Augen von LT Pino Arcieri unter Beweis stellen wollten. Für viele hatte die Teilnahme auch einen anderen, durchaus legitimen, Grund: Sie wollten einfach nur ihren Spaß am Karate demonstrieren. Und was sich mit einem durch Spaß motivierten Sportler alles erreichen lässt, haben die jüngsten Erfolge des RKV Kaders bei den verschiedenen Turnieren unter Beweis gestellt. Nach den einzelnen Trainingseinheiten für Unterstufe (bis 7. Kyu, 31 Teilnehmer) und Oberstufe (ab 6. Kyu, 13 Teilnehmer) wurde eine gemeinsame Sichtungseinheit durchgeführt, an der durch LT Pino Arcieri ausgewählte Sportler teilnehmen durften. In dieser und den vorangegangenen Einheiten konnte sich unser Landestrainer ein recht gutes Bild von dem Leistungsstand der Athleten machen, welcher beim abschließenden Teilnehmerturnier, an dem natürlich keine Kader- und Sichtungsathleten teilnehmen durften, gefestigt werden musste. 18 Sportler wurden nach diesem Tag nominiert, was bedeutet, dass sie sich weiter beweisen dürfen und vielleicht in den Kader unter der Leitung von LT Pino Arcieri aufgenommen werden.

Während der Trainingseinheiten versuchte LT Pino Arcieri, den Teilnehmern zu vermitteln, über welche Fähigkeiten sie verfügen müssen, um eine Chance zu haben, in den Kader aufgenommen zu werden. Herausgestellt wurden drei wichtige Punkte:

Die technische Basis. Der Sportler muss nicht alle im Karate möglichen Techniken kennen und können, allerdings ist es unabdingbar, dass ein Oi-Zuki Chudan in Zenkutsu-Dachi so ausgeführt wird, wie es nach den im DKV geltenden Richtlinien üblich ist. Kein Prüfer, Trainer oder Kampfrichter darf daran zweifeln, was für eine Technik vorgeführt wurde!

Umsetzen von Anweisungen. Der Sportler muss die Fähigkeit besitzen, Anweisungen des Trainers in kürzester Zeit umzusetzen. Er oder sie muss flexibel sein und vor allem die Anweisungen verstehen. Ein guter Anfang wäre zu wissen, was Chudan und Jodan unterscheidet, und wie Techniken, die mit diesen Begriffen verknüpft sind, ausgeführt werden müssen!

Der Wille an sich zu arbeiten. Ein Kadarathlet muss mehr als zwei Mal pro Woche trainieren, um seinen Teil dazu beizutragen, das gemeinsame Ziel von Sportler und Trainer zu erreichen. Dazu gehört viel Disziplin und nicht wenig Eigeninitiative. Mit Einsatz sollte nicht nur trainiert werden, wenn der Trainer gerade zusieht!

Natürlicherweise fiel die Umsetzung der genannten Forderungen nicht allen Sportlern gleichermaßen leicht, aber welch hohes (technische) Niveau im Kader des RKV herrscht, wurde spätestens sichtbar, als LT Pino Arcieri einen von ihm entwickelten Bewegungsablauf, bestehend aus in Kata häufig vorkommenden Technikkombinationen, von einem Teilnehmer vorführen ließ und dann verkündete, dass dieser Sportler gerade einmal ein Sichtungsathlet sei. Wer die Ausführung sehen durfte konnte sich eines erstaunten Gesichtsausdrucks nicht erwehren. Im Anschluss wurde dieselbe Kombination von Desiree Titz (Mitglied des RKV-Kaders und mehrfache Deutsche Meisterin) vorgeführt, die unter Mitwirkung ihres Trainers ein sehr hohes technisches Niveau erreicht hat. Dies gepaart mit „ein wenig“ Geschwindigkeit und Körpergefühl führt zu einem anschaulichen Ergebnis, dass man sich durchaus einmal ansehen sollte.

Abschließend ist zu sagen, dass dieser Lehrgang von Seiten des Ausrichters (ZKD Rülzheim), des Veranstalters (Karatejugend des Rheinland-Pfälzischen Karate Verband e.V.), und des Landestrainers (Pino Arcieri) als Erfolg zu werten ist und das Konzept der Kinder- und Schüler-Lehrgänge mit dem Landestrainer Kata weiter beibehalten wird. Für Anregungen und Verbesserungsvorschläge sind die Mitglieder des Vorstands der Karatejugend immer offen. Die nächste Möglichkeit für ein persönliches Gespräch mit den Verantwortlichen besteht beim am 11.09.2004 in Schifferstadt stattfindenden Jugendtag, der im Rahmen des Verbandslehrgangs (11./12.09.2004) des RKV abgehalten wird. In diesem Jahr stehen Neuwahlen des Vorstandes an, hierzu sind die stimmberechtigten Vertreter und Gäste aller Vereine recht herzlich eingeladen.

Thomas Hild
Polizei-SV Trier 1926 e.V. Abteilung Karate

 

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Zuletzt aktualisiert am 09.02.2008 20:03 Uhr

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