Archiv | Suchseite | Sitemap | Impressum

Mitgliedermail

 

Webvisitenkarten   Magazin   Gästebuch   Forum   Links   Download

Home | Präsidium | Termine | Vereine | Prüfungswesen | Landeskader | Jugend | Frauenkarate | Breitensport | Krokoyama-Cup

Bericht vom Lehrgang mit Marcus Gutzmer in Trier  

Ebene zurück / Up

 

„Auch Sound-Karate ist Karate und Karate muss Spaß machen!“ - Dies war nur eines der erkennbaren Mottos dieses Lehrgangs…

Der am 06.03.2004 in Trier mit Marcus Gutzmer (5.DAN) ausgerichtete Lehrgang hatte „Sound-Karate“ zum Thema. Aber was ist Sound-Karate? Eine Stilrichtung wie Shotokan?! Wohl kaum, aber was denn dann?

Neben der Vielfalt an angesprochenen Stilrichtungen gibt es im Karate auch innerhalb der einzelnen Stilrichtungen Strömungen die dazu führen können, dass sich Sportler aus den unterschiedlichen Stilrichtungen zusammentun und gemeinsam Karate betreiben. Eine, wie ich finde, sehr positive Entwicklung! Über die einzelnen Strömungen und deren Daseinsberechtigung lässt sich sicherlich streiten und alles muss nun wirklich nicht angeboten werden. Eines dieser verbindenden Elemente stellt Sound-Karate dar. Nachdem während der Entwicklung des Konzeptes, seiner Vorstellung und Einführung bis heute die Meinungen über Sound-Karate sehr weit auseinander gehen, wird nun in verstärktem Maße versucht deutlich zu machen, dass Sound-Karate auch Karate ist. Es basisiert auf dem traditionellen Dojotraining mit seinen allseits bekannten Etiketten und gewachsenen Formen.

Für das Sound-Karate wurde mit der Unterstützung des DKV neben den Ausbildungsgängen für Trainer auch eine Prüfungsordnung entwickelt. Diese Prüfungsordnung enthält eine Vielzahl an Elementen, die zur Stärkung von Körper und Geist für Kinder und Jugendliche geeignet erscheinen. Somit gibt es für das in dieser Prüfungsordnung festgelegt Sound-Karate eine genau definierte Zielgruppe: Kinder und Jugendliche im Breitensport! Hier muss der Spaß im Vordergrund stehen um diese Zielgruppe für eine lange Zeit an die Sportart Karate zu binden und sie schonend an die Etikette heranzuführen, deren Einhaltung mit zunehmendem Alter auch an Bedeutung gewinnen muss. Aber selbst wenn die Zielgruppe für diese Prüfungsordnung und die darin enthaltenen Übungen Kinder und Jugendliche sind, hält es keinen Trainer davon ab auch im traditionellen Training solche Übungen zur Schulung von Koordination, Ausdauer, Kraft, Rhythmusgefühl und Timing einzusetzen. So wird aus dem Sound-Karate für Freaks ein verbindendes Element für Karate-Ka aller Stilrichtungen, Leistungsklassen und jeden Alters.

Der Lehrgang an sich kann mit knapp 100 Teilnehmern als gut besucht gewertet werden. Nach einer kurzen Einstimmung zu Beginn des Lehrgangs hat Marcus Gutzmer die Trainingseinheiten dazu genutzt die Unterschiede und verbindenden Elemente des Sound-Karate und seiner etwas traditionelleren Form zu demonstrieren und vor allen Dingen auch den Teilnehmern die Möglichkeit zu bieten dies am eigenen Leib zu erfahren. Teilnehmer waren in diesem Fall die Zielgruppe von Kindern und Jugendlichen sowie deren Trainer, die in manchen Situationen sehr viel mehr Schwierigkeiten mit den Übungen hatten als die noch unbedarften Kids. Zu Beginn wurden die Übungen trocken, sprich ohne musikalische Untermalung durchgeführt, aber zum Ende der ersten Trainingseinheit war es Zeit ein paar Watt aus den extra angereisten Partyboxen und ihrem Verstärker auf die Leute abzugeben. Über die gesamten Einheiten hinweg war es den Teilnehmern anzumerken, wie der Spaßfaktor zunahm und dennoch die Übungen nicht zu einfach waren. Im abschließenden Workshop für die Trainer wurden, alle im Training angesprochenen Inhalte noch einmal vertieft, um deren Bedeutung noch deutlicher herauszuarbeiten, denn auch im Sound-Karate ist ein Gyaku Zuki eine Technik, die sich in ihrer Ausführung nicht von der Kihon Technik unterscheiden darf, lediglich die Bewegungen des Körpers besitzen eine größere Flexibilität.

Abschließend ist zu sagen, dass dies wieder eine überaus gelungene Veranstaltung der Karatejugend des Rheinland-Pfälzischen Karate Verbandes e.V., vertreten durch Marco Müller und Thomas Diehm, war und mit Marcus Gutzmer ein überzeugender Trainer für die Durchführung dieser Maßnahme gewonnen werden konnte. Der als Ausrichter fungierende Polizei-SV Trier 1926 e.V. Abt. Karate hat mit viel Einsatz für einen reibungslosen Ablauf und Zufriedenheit in den Gesichter der Teilnehmer gesorgt.

Eines wurde ganz deutlich: wer sich isoliert und meint nur was er macht sei das einzig wahre, verwert sich selbst die Möglichkeit seinen Horizont zu erweitern und die Qualität des eigene Trainings zu steigern, zudem wird den Kindern und Jugendlichen, die noch nicht selbst entscheiden können ein Stück der entstandenen Karate-Kultur in Deutschland vorenthalten. Wie dieser Lehrgang gezeigt hat, sind Tradition und Moderne immer miteinander in Konkurrenz, müssen sich aber nicht im Weg stehen. Der Brückenschlag zwischen Karate und (Sound-) Karate ist gelungen!

Thomas Hild
Polizei-Sv Trier 1926 e.V. Abteilung Karate

 

© 2006 by RKV

Zuletzt aktualisiert am 09.02.2008 20:03 Uhr

Design by www.cmn-group.de